Zulassung Ihrer Verwendungen unter REACH



Zulassung unter REACH bei sehr besorgniserregenden Stoffen

Stoffe, die im Anhang XIV der REACH-Verordnung gelistet sind, erfordern eine Zulassung für die weitere Verwendung. Die Hürden für eine Zulassung sind hoch – aber meist überwindbar.

Der Antragsteller muss in seinem Zulassungsantrag nachweisen, dass die Risiken des Stoffes bei seinem eigenen Einsatz – und dem seiner Kunden – angemessen beherrscht werden. In vielen Fällen, wenn nämlich die CMR-Stoffe keinen Schwellenwert für eine Unbedenklichkeit haben oder es sich um PBT-/vPvB-Stoffe handelt, muss der Antragsteller in Form einer sozioökonomischen Analyse den Nachweis erbringen, dass der Nutzen für die Allgemeinheit die Risiken überwiegt und keine geeigneten Alternativstoffe bzw. -technologien verfügbar sind.

Ein Zulassungsantrag kann ein oder mehrere Verwendungen von einem Stoff betreffen. Er kann aber auch eine Gruppe von Stoffen umfassen. Die REACH-Zulassung ist von jedem Unternehmen zu beantragen, das den Stoff weiterhin verwenden will. Die Zulassung eines übergeordneten Lieferanten in der eigenen Lieferkette ist ausreichend, sofern die eigene Verwendung abgedeckt wird.

Ob sich eine Zulassung unter REACH lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, sowohl wirtschaftlicher als auch risikobasierter Art. Die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen beim Zulassungsantrag kann die Kosten für die Erstellung des Antrags wesentlich reduzieren, kann aber auch zu Schwierikeiten bei einem eventuellen Know-how-Abfluss führen. Darüber hinaus gilt es, das Wettbewerbsrecht zu beachten. Hierbei kann ein unabhängiger Dritter (Consultant) helfen.

Grundsätzlich muss jedes Unternehmen sich die Frage stellen, was ist, wenn ich den betreffenden Stoff nicht mehr einsetzen kann/darf? Gibt es einfache Alternativen oder ist der Stoff sehr schwierig zu ersetzen. Im Allgemeinen entscheidet dann die Frage: Überwiegt der technische und wirtschaftliche Nutzen für mein Unternehmen im Speziellen und für die Europäische Union im Allgemeinen gegenüber den Risiken, die sich aus der Verwendung desbisherigen Stoffes im Vergleich zu einem Substitut ergeben?

Die Zulassung (Autorisierung) unter REACH ist ein neues Instrument des Gesetzgebers, bei der Industrie und Handel sowie auch die Behörden dazulernen werden. Die geeignetste Vorgehensweise kann für die einzelnen Unternehmen verschieden sein: Soll man sich auf seinen Lieferanten verlassen, soll man sich mit Wettbewerbern für eine Zulassung zusammenschließen oder erfordert die eigene Marktstellung einen Alleingang - auch um die vertraulichen Informationen zu schützen?

Prosacon hat sich darauf spezialisiert, Industrieunternehmen und Handel bei der Umsetzung von REACH und der CLP-Verordnung zu beraten und zu unterstützen. Dazu gehören auch die Beratung im Rahmen einer Zulassung und die komplette Umsetzung eines Zulassungsantrags. Darüber hinaus bietet Prosacon das volle REACH-Leistungsspektrum an für Registrierung, Evaluierung/Bewertung und Beschränkung - sowohl hinsichtlich der Information/Beratung unserer Auftraggeber als auch für die Umsetzung.

Da die Zulassung ein aufwendiger Prozess ist, empfiehlt es sich, frühzeitig mit der Thematik auseinanderzusetzen, d.h. möglichst sobald ECHA die Aufnahme eines Stoffes auf Anhang XIV als Entwurf ankündigt oder sogar schon, wenn der Stoff auf die Kandidatenliste genommen wurde. Dann kann industrie- oder handelsseitig noch geprüft werden, ob es Argumente gibt, weshalb die Aufnahme in Anhang XIV nicht angebracht ist. Danach gilt es die Position des eigenen Unternehmens zu bestimmen und ggf. mit anderen Unternehmen zusammenzuarbeiten. Prosacon berät Sie gern für die eigene Umsetzungsstrategie und führt für Sie die Beantragung der Zulassung durch. Wege zur Kontaktaufnahme erfahren Sie hier.

Zielgruppe
  • Entscheidungsträger des Unternehmens
  • Einkäufer von Anhang XIV-Stoffen der REACH-Verordnung (Import und EWR-Bezug)
  • Produzenten oder Verwender von Anhang XIV-Stoffen
  • Verkäufer von Anhang XIV-Stoffen
  • Forscher und Entwickler, bei denen Anhang XIV-Stoffe zur Diskussion stehen
  • Experten der Produktsicherheit, die regulatorische Fragestellungen umsetzen müssen und zuvor genannte Funktionsträger beraten
Branchen
  • Chemische Industrie
  • Farben und Lacke
  • Wasch- und Reinigungsmittel
  • Kunststoffverarbeitende Industrie
  • Elektroindustrie
  • Automobilbau und Zulileferer
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Importhandel
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